Nr.61

Um Nr.61 zu fotografieren, standen mir nur 2,5 Stunden zur Verfügung. Dabei ist es bei Architekturfotografie nicht ungewöhnlich, länger als zwei Stunden an nur einem Foto zu arbeiten. Denn ich kann für gewöhnlich wenig bis gar nicht auf das verfügbare Licht aufbauen.

Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder: spektakuläre Lichtsituationen bei tief stehender Sonne, alle möglichen Lichtfarben nach Sonnenuntergang bis zur blauen Stunde oder durch den Architekten gestaltetet Lichtmodellierungen (was leider sehr selten vorkommt). In aller Regel aber muss ich mich in unseren Breitengraden an 80% aller Tage mit grauen Wolkendecken und einem fahlen Unlicht der langweiligsten Sorte zufrieden geben.

Letztlich muss aber auch Architekturfotografie planbare Ergebnisse liefern. Daher nutze ich seit Jahren starke mobile Blitze, um mir die Lichtsituationen zu schaffen, die am besten passen. Im Innenraum funktioniert das sehr gut. Dieser Ansatz schafft zwar eine fast unbegrenzte Anzahl an Beleuchtungsmöglichkeiten aber mit zunehmender Komplexität steigt auch der Aufwand für Lichtaufbauten und Sicherung der Stative. Durch meine Erfahrungen der letzten Jahre habe ich aber auch gelernt, die Motive mit niedrigerem Beleuchtungsaufwand schneller zu identifizieren und umzusetzen.

Die Ausbeute unten finde ich für 2,5 Stunden Fotografie in Ordnung. Den Auftrag habe ich für Rötzer-Ziegel-Element-Haus GmbH umgesetzt.


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