Archiv für Juli 2010

Individualität und Gemeinschaft

Freitag, 09. Juli 2010

Heute möchte ich ein aktuelles Projekt zeigen, mit dem ich sehr glücklich bin. In Köln Widdersdorf wird zur Zeit ein Beginenhof geplant. Die Frauen vom Verein Beginen Köln e.V. sind derzeit auf der Suche nach Mitbewohnerinnen um das Projekt stemmen zu können und haben dazu eine kleine Kampagne geplant. Über wahrZeichen®, einem Netzwerk für Standort- und Immobilienmarketing, habe ich den Kontakt zu den Beginen herstellen können. Was Beginen sind, darüber gibt es auf der Homepage der Beginen Köln viele Informationen.

Im Zentrum, so habe ich es verstanden und fotografisch umgesetzt, steht die Gleichzeitigkeit von Individualität und Gemeinschaft. Individualität, weil jede Frau ihre Geschichte, ihre Persönlichkeit, ihre Fähigkeiten und ihre Kreativität mit einbringt. Gemeinschaft, weil sich die Frauen gegenseitig unterstützen, emotional aber auch ganz praktisch, zum Beispiel wenn es um die Finanzierung des Beginenhofs geht, sowas klappt nur mit vereinten Kräften.

Dementsprechend habe ich das Fotoshooting in zwei Bereiche aufgeteilt.

/1/ Gruppenfoto

Im völlig verdunkelten Raum hatte jede Frau mit einer LED Taschenlampe einen Teil des Gesamtbildes (der neue Beginenhof) in die Luft gemalt. Anschließend habe ich meine Studioblitze gezündet und so die Frauen sichtbar gemacht. Alles was in den folgenden Bildern zu sehen ist, wurde im Moment der Aufnahme von den Frauen selbst gestaltet, und ist keine Photoshop-Trickserei.

Hier einige Ausschnitte.

/2/ Portraitstrecke

Um den Individualitätsaspekt herauszustellen habe ich mir auch für die Portraitstrecke etwas überlegt. Das Symbol vieler Beginengruppen ist die Spirale. Im Sinne der visuellen Kongruenz sollte auch dieses mal wieder mit Licht gemalt werden. Die Spirale bietet jeder Begine die Möglichkeit, sich individuell in das Foto einzubringen, einen wesentlichen Teil an der Gestaltung beizutragen. So trägt jedes der folgenden Bilder eine andere Handschrift. Gesicht und Spirale (diese könnte auch ein Fingerabdruck sein) doppeln sich zu immer neuen Kombinationen aus denen ich hier nur eine kleine Auswahl zeige.

Um den Artikel abzurunden folgen hier noch einige Einblicke hinter die Kulissen. Wir haben in einer urigen Kölner Kneipe fotografiert, die sich komplett verdunkeln ließ. So konnten wir auch am Tag Langzeitbelichtungen machen.

Vielen Dank nochmal an die Frauen von den Beginen Köln e.V. es hat unheimlich viel Spaß gemacht!

freie Arbeiten – online

Montag, 05. Juli 2010

So langsam füllt sich meine Seite mit Fotos!  Starten möchte ich mit meinen freien Arbeiten der letzten 3 Jahre. Das sind vor allem nichtkommerzielle Projekte, die in meiner Freizeit entstanden sind.  Für dieses Jahr habe ich noch einige schöne freie Projekte geplant.

Weitere Portfolios, die noch kommen werden sind:

– Interieur / Architektur

– Menschen

– Veranstaltungen

– Bau/ Industrie

– Hochzeiten

rock hard shoot harder

Montag, 05. Juli 2010

hört sich übertrieben an, war aber so. Hier die Eckdaten:

Musiker
MIKROKOSMOS 23

Kunde
unterm durchschnitt Schallplatten Int.

Fotolocation
besetztes Haus & irgendein Wald in NRW

Dauer
22 Uhr abends bis 10 Uhr frühs

positiv hervorzuheben
Sonnenaufgang im Wald erlebt, Kaffeecola, nette Band

negativ hervorzuheben
kurze Sommernächte, Mückenstiche und entzündete Mückenstiche

Für das neue Album von MIKROKOSMOS 23 haben wir vor zwei Wochen ein kleines Promoshooting gemacht. Zusammen mit Andreas von unterm durchschnitt und den Jungs von der Band habe ich im Vorfeld einige Konzeptideen entwickelt. Einiges davon konnten wir in der viel zu kurzen Nacht umsetzen, anderes (speziell die Sachen im Wald) ließ sich leider nicht wie geplant realisieren. Ursprünglich wollte ich einige Lichtmalereien im nächtlichen Wald mit verschiedenen Lampen machen, wir haben allerdings vorher im Studio total die Zeit vergessen und plötzlich wurde es draußen hell. Da wir es nicht weit bis zum Stadtrand hatten, beschlossen wir, es doch zu riskieren. Der Tag war schon fast angebrochen und die Belichtungszeiten konnten trotz aller Tricks nicht über 3 Sekunden gehalten werden – geplant waren Aufnahmen im Minutenbereich. Egal – wir hatten viel Spaß. Besonders lustig war ein schräger Typ den wir gegen 5:30 Uhr im Wald antrafen. Mit Blockflöte in der einen Hand, einer großen Blume in der anderen und dazu in Unterhose flötete er die Natur wach – das war einer der Höhepunkte des Shootings.

Ich zeige hier eine kleine Auswahl, weitere Bilder kommen später, da sie erstmal exklusiv für die Presse zurückgehalten werden.

Also, Danke Peter, Matze, Toni, Tom und Andreas für das lustige Shooting, vielleicht holen wir die Aktion im Wald ja irgendwann mal nach.

Und so sah es dort aus:

Quality Check

Sonntag, 04. Juli 2010

Was findet man im Internet nicht für tolle Fotos – super Farben, optimale Tonwerte, knackscharf… ok 800 Pixel breit und 200kb groß… was solls, ein gutes Foto ist ein gutes Foto. Stimmt! Aber wie heftig sind die gezeigten Fotos bearbeitet, wie kaputt ist die Datei in Originalauflösung…? Durch die Verkleinerung der Bilder auf Webformat kann viel vorgetäuscht werden.

Da ich meine Fotos verkaufe, möchte ich meinen Kunden eine gute qualitative Grundlage für die Weiterverarbeitung bieten. Ich starte also hier eine kleine Serie in der ich originalaufgelöste Dateien zum Qualitätscheck freigebe. Die Fotos sind zum Großteil mit der guten “alten” D3 von Nikon entstanden. Es wird in Zukunft also noch besser werden 🙂

Also: bitte einzoomen! Achtung: Zoom vergrößert leider auf ca. 300% (mindestens).

Kamera: Nikon D3; Belichtungszeit: 1/250s; ISO200

Kamera: Nikon D3; Belichtungszeit: 28s; ISO200

Kamera: Nikon D3; Belichtungszeit: 5min 6s; ISO400

Kamera: Nikon D3x; Belichtungszeit: 1min 20s; ISO100

Ich packe meine Fototasche…

Freitag, 02. Juli 2010

… mal wieder für die Insel. Allerdings eine, die nicht in der Ostsee, sondern mitten in Düsseldorf liegt.

île – Mein kreatives Viertel so heißt ein neues Stadtviertel, das von INTERBODEN INNOVATIVE LEBENSWELTEN® realisiert wurde.

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, mit der Kamera auf diese Insel verbannt zu werden. Der fotografische Schwerpunkt lag auf der schicken Loftmusterwohnung im Haus 29. Die Wohnung ist im Innenraum ebenso spektakulär, wie die äußere Erscheinung des Hauses vermuten lässt. Wer kann schon behaupten ein UFO auf dem Dach zu haben – oder besser ein UFO als Dach zu haben. Was für eine Verschwendung 🙂

Es folgen noch einige Bilder der ‚le flair‘ Infowelt, ebenfalls im Haus 29 untergebracht. Weitere Informationen zu diesem Projekt sowie einen tollen Blog findet man hier. Auftraggeber ist die “Le Quartier Central Teilgebiet C GmbH & Co. KG”, ein Joint Venture von HOCHTIEF Projektentwicklung und INTERBODEN Innovative Lebenswelten.